Monat: Oktober 2017

Die „Great Ocean Road“ muss warten!

Es ging alles ganz schnell. In der Nacht bekam Wolfgang Fieber. Trotz Paracetamol ging die Temperatur nicht runter. Warum, konnten wir uns nicht erklären. Keine weiteren Symptome auf eine Erkältung oder sonst irgend etwas. Am Morgen, wir hatten für heute eine Strecke von ca. 250 km bis nach Port Campbell geplant, viel es Wolfgang schwer das Motorrad zu händeln. Aber das Fahren ging dann irgendwie doch. Wir machten viele Pausen aber es wollte nicht besser werden. Völlig erschöpft schaffte es Wolfgang dann noch bis zu unserer Unterkunft in Port Campbell. Wolfgang wollte sich nur noch ins Bett legen. Aber da sahen wir die Ursache für das Fieber. Eine komplette Entzündung des rechten Unterschenkels. Ähnliches glaubten wir, hatte Wolfgang sich mal  vor vier Jahren an der Ostsee eingefangen. Und das ist mit Paracetamol nicht in den Griff zu kriegen. Also ab ins Krankenhaus. Diesmal mit dem Taxi, mit dem Motorrad ging nichts mehr. Wir hofften, dass man uns nach einer kurzen Untersuchung mit guten Medikamente wieder ziehen ließ. Aber es kam anders als gedacht. Mittlerweile hatte sich Wolfgangs Zustand verschlechtert. Er musste in den Emergency Room, vergleichbar mit unserer Intensivstadion. Das ganze medizinische Programm was man sich so vorstellen kann, wurde abgewickelt. Man hatte den Verdacht, dass Wolfgang von einer Schlange oder Spinne gebissen worden sei. Vorweg, diese Frage konnte nicht mehr geklärt werden. Wir gehen immer noch davon aus das es „einfach“ nur ein Erysipel war. Irgendwann, Wolfgang war immer noch der Meinung er kuriert sich in der Unterkunft aus, eröffnete die Ärztin Petra, dass es sein könnte das Wolfgang an dieser Erkrankung sterben könne. Der Blutdruck viel auf 58 zu 27. Petra bekam ein Bett und durfte die Nacht mit wachen. Am anderen Morgen hatte sich der Blutdruck etwas stabilisiert. Auch wurden die Blutwerte besser. Das Fieber blieb und so auch Wolfgang im Krankenhaus. Jetzt wurde es langsam knapp mit dem Rückflug. Die Ärzte taten alles, Wolfgang so schnell wie möglich wieder auf die Beine zu bringen. Dennoch waren sie nicht bereit, ihn vor Ablauf von weiteren 3-4 Tagen Krankenhausaufenthalt zu entlassen. Das tat Wolfgang dann auf eigene Verantwortung selbst. Ausgerüstet mit einem Powerpacket an Antibiotikum und Schmerzmittel ging es weiter, mit dem Leihwagen nach Melbourne. Während Petra alles organisierte ( Motorräder nach Melbourne, Leihwagen zurück, mit BMW Inspektion und Reifenwechsel klären und und und ) verbrachte Wolfgang einen ruhigen Tag im Hotelbett. In der Nacht von Freitag  auf Samstag ging es dann um 2.30 Uhr zum Flughafen Melbourne. Vor uns lagen vierzehn Stunden Flug nach Dubai. Zuvor hatten die Ärzte im Krankenhaus Petra bearbeitet, dass Wolfgang nicht flugfähig sei. Sie müsse ihn davon abbringen zu fliegen. Am Freitag rief dann auch noch ein Arzt vom ADAC an, der das Ganze noch einmal wiederholte. Alles sicherlich lieb gemeint. Aber man muss auch sich selbst vertrauen und spüren was geht und was nicht. Wolfgang hatte keine Sekunde gezögert ins Krankenhaus zu fahren, aber jetzt war er davon überzeugt und fühlte, dass es ihm viel besser ging. Also war die Entscheidung nicht unvernünftig, sondern wohl überlegt. Und Glück hatten wir dann auch wieder. Der riesige Flieger war völlig unterbelegt, so dass die Passagiere, die wollten, sich in die Mitte des Fliegers auf vier Sitzen ausbreiten konnten. So hat Wolfgang fast vierzehn Stunden im Flugzeug, nur unterbrochen um zu Essen und zu Trinken, gut gelegen und geschlafen. Gut ausgeruht kamen wir in Dubai an und der Rest nach Düsseldorf war dann nur noch ein „Klacks“.  In Düsseldorf holten Angela und Karsten uns ab und so sind wir wohlbehalten in Solingen angekommen. Die „Great Ocean Road“ muss halt bis nächstes Jahr warten.

Wat wells de maache? Et kütt wie et kütt.

Aber ganz Wichtig!!!

Et hätt noch emmer joot jejange.

 

 

 

 

It`s time to say goodbye

Gestern Abend sind wir von Kangaroo – Island nach Cape Jervis übergesetzt. Dort haben wir in einem kleinen Bauernkotten übernachtet. Am frühen Morgen weckte uns der Hahn mit seinem lautem Krähen und wir machten uns auf den Weg nach Mont Gambier. Seit dem wir Kangaroo – Island verlassen haben wird das Gefühl, jetzt auf dem Weg nach Hause zu sein, immer stärker. Der Wetterbericht verstärkte diese melancholische Stimmung mit seinen düsteren Prognosen. Aber der angekündigte Regen für heute blieb dann doch erst mal aus.

 

Im Gegenteil wir hatten heute noch einmal einen richtig schönen sonnigen Fahrtag und das mit der Melancholie hielt sich auch in Grenzen.

Unterwegs mussten wir noch schnell dieses Verkehrsschild fotografieren. Hätten wir fast vergessen.

Unser Weg führte uns durch Kingston. Dort wollte ein Restaurantbesitzer seinen Hummer – Umsatz  mit diesem Tierchen steigern.

 

Der Hummer steht noch da. Das Restaurant zwar auch, aber leider zum Verkauf. So wurde aus unserer geplanten Hummermahlzeit dann doch nichts und wir mussten uns mit einem Sandwich von Subway  an der Tankstelle trösten. Erst gegen Abend bewölkte es sich dann doch sehr stark, aber wir sind noch trockenen Hauptes in unserer Unterkunft angekommen. Morgen geht es weiter nach Port Campbell und damit sind wir dann auch schon auf der „Great  Ocean Road“ angekommen, dem letzten landschaftlichen Highlight unserer Reise.

Remarkable Rocks

Wir mussten es einfach noch mal tun, einen Koala ablichten und auf diese Seite stellen. Wir finden sie einfach zu drollig.

Auf dieser Insel muss man nur die Augen öffnen, dann findet man sie an vielen Stellen in den Bäumen. Bevor wir heute zu den Remarkable Rocks fahren, besuchen uns direkt vor unserer Hütte noch diese Vögel.

Dieser hier ist sicher allen gut bekannt.

Der Straße zu den Remarkable Rocks führt wieder einmal durch eine fantastische Landschaft .

Man kann gar nicht genug davon bekommen. Selbst nach so langen Wochen, an denen wir doch täglich etwas für uns Besonderes und Neues entdecken durften, freuen wir uns immer noch fast kindlich über neue Erlebnisse. Am Parkplatz, kurz vor dem „Walk“  zu den Remarkable Rocks, haben wir das unglaubliche Glück und erblicken diesen Waran.

Sie sind kaum zu beschreiben und noch weniger kann man in Worten ausdrücken, wodurch diese Faszination entsteht, die diese Steine auf ihre Besucher ausüben; die  Remarkable Rocks. Unzählige Maler  und noch weit mehr Fotografen aus aller Welt haben versucht diese Ausstrahlung wiederzugeben.

Sie stehen dort unverändert und doch ändern sie ihr Aussehen durch den Stand der Sonne und dem Spiel der Wolken ständig. Dazu kommt, dass jeder Betrachter seiner eigenen  Fantasie folgend, immer wieder Neues in den Steinen entdeckt.

Wir sind begeistert und freuen uns wieder einmal, dass der Wettergott uns nun schon seit acht Wochen, immer zur richtigen Zeit und  am richtigen Ort, optimales Wetter gönnt.

Auf dem Rückweg  zu unseren Motorrädern sehen wir noch unzählige Blumen und Sträucher mit den verschiedenartigsten Blüten.

Wir beschließen noch einmal kurz zu „Wolfgangs“ Leuchtturm zu fahren. Der ist hier ganz in der Nähe. Wolfgang meint, dass die Arbeiten bei dem starken Wind bestimmt unterbrochen werden mussten. Und so ist es auch. Deshalb jetzt noch mal ohne Seile, der „BVB-Leuchtturm“. Dat hat wat. Ne?

Petra meint, dass wir dann auch noch mal Robben gucken können. Und das haben wir dann auch noch gemacht.

Es geht zurück in die letzte Unterkunft auf Kangaroo Island. Wir haben uns dieses kleine Ferienhaus für drei Nächte preiswert mieten können.

Mit Seeblick. Hier wollen wir mal zwei Tage bleiben und unsere Ausrüstung in Ordnung bringen.

Es hat sogar drei Schlafzimmer, wie man uns stolz mitteilte. Dabei brauchen wir doch nur zwei. Aber egal, dafür bietet es ein ganz eigenes Wildlife“ – Adventure. Eine Invasion von „Würmern“ hat unser Domizil überfallen.

Wenn man sie anstubst, rollen sie sich beleidigt zusammen.

Obwohl Petra mehr als 20 Stück in aller Eile im Bad, Wohnzimmer und Küche einsammelte, schaffte es einer bis in den Schlafzimmerschrank. Aber auch er bezahlte seinen Einsatz mit dem sicheren Tod in der Toilettenschüssel. Wir haben es mit Humor genommen und uns heute Morgen nicht nehmen lassen auf der Terrasse zu frühstücken.

Auch wenn sie zu Scharen auf den Betonplatten herumkrabbelten. Aus gut unterrichteten Kreisen war zu vernehmen, dass das mit diesen Würmern immer nur zwei drei Tage im Jahr so schlimm ist. Na gut dann sind wir ja beruhigt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weißer Mann im Loch

Der Uluru und die Kata Tjutas verabschieden sich mit bestem Wetter von uns und wir erleben noch einmal einen fantastischen Sonnenuntergang.

Es geht weiter über den Stuart Highway,  „Straight ahead“ Richtung Süden. Wir übernachten am Marla Roadhouse .

Wir bauen nur unser „Schlafzimmer“ auf. ( oben rechts im Bild ) Das dauert genau 1,5 Minuten. Unterwegs haben wir noch diese waschechten „Stockmans“ getroffen.

Sie reiten nur noch zum Spaß, die Kühe treiben sie heute mit Motorrädern, Quads und Hubschraubern zusammen. Dann werden sie, die Kühe auf solch mächtige Roadtrains verladen um z.B. nach China oder sonst wohin verfrachtet zu werden.

Wir erreichen  Coober Pedy .

Der Name wurde von den Aboriginals kreiert und bedeutet tatsächlich nichts anderes als „Weißer Mann im Loch“. So verrückt uns der Name vorkommt , so verrückt ist diese Stadt. Eigentlich ist Coober Pedy keine Stadt im herkömmlichen Sinne. Coober Pedy ist eine Ansammlung von Gebäuden, zwischen wild durcheinander liegenden Geröllhalden.

Und das ist schon geschmeichelt. Die meisten Häuser sind nichts anderes als Wellblechschuppen. Aber diese Stadt ist weltberühmt durch die Opale, die dort gefunden werden und durch die extremen Lebensbedingungen. Mehr als 70 Prozent der Bevölkerung lebt „unter der Erde“. Alte Minenschächte dienen als Wohnstätten. So gibt es „Häuser“ mit bis zu 24 Zimmern. Wir haben bei unserem Besuch außergewöhnliche Temperaturen, von für uns angenehmen 20 Grad am Morgen bis 28 Grad am Abend. In dieser Stadt zu Zelten würden wir glatt als Frevel betrachten. Natürlich wollen wir unter der Erde übernachten. Wir finden ein kleines Underground B&B und werden wieder einmal ausgesprochen freundlich empfangen. Nachdem man uns mit allem vertraut gemacht hat, werden wir in die Benutzung des „Heater“ eingeführt, weil es ja so kalt ist. Aber man versichert sogleich, dass  in 2 Tagen wieder normale Temperaturen herrschen, so um 38-40 Grad. Im Sommer werden hier tatsächlich Temperaturen von mehr als 52 Grad im Schatten erreicht. Einfach unglaublich. Wir nutzen den Nachmittag um einige Erledigungen zu machen und diese katholische Underground Kirche zu besichtigen.

Zurück auf den Weg zu unserer Unterkunft liegt der „Cemetery“ natürlich auch „Underground“. Am Abend beschließen wir ein paar Fotos von dem „Milky Way“ zu machen. Wir fahren ein Stück aus der Stadt heraus, aber nach nur 12 Kilometern ist kein störendes Licht mehr vorhanden. Hier ist ein guter Platz für uns. Und das denken Millionen von Mücken auch! Die Fotos sollten uns noch teuer zu stehen kommen. Wir tragen ja dicke Motorradkleidung und haben Hüte mit Moskitonetzen eines namhaften Herstellers. Was können uns da schon ein paar Mücken anhaben.

Gegen 11 Uhr P.M. geht es zurück in unsere kleine Wohnung unter der Erde.

Am anderen Tag nehmen wir an einer organisierten Besichtigungstour teil. Unsere Erwartungshaltung war schon nicht groß. Was will man uns hier schon zeigen? Und so war es auch. Wir dachten nach dem Besuch des hiesigen Museums, natürlich mit Opalshop und einer „Aboriginal – Kunstgalerie“, wir wären auf eine Kaffeefahrt. Es fehlte, verständlich für diese Stadt, nur noch das Angebot an Heizdecken. Aber das Ende war dann doch versöhnlich, weil es zum Schluss noch in diese herrliche Landschaft ging.

Es geht weiter Richtung Süden.  Australien mit dem Greyhound Bussen zu bereisen ist auch eine Möglichkeit, die in mehr oder weniger großen Etappen von vielen hauptsächlich jungen Backpackern genutzt wird.

Heute ist übrigens unser Emu – Tag. Auf der ganzen Reise hatten wir, wenn überhaupt, nur tote Emus gesehen. Heute waren es dann gleich fünf ( Lebende ) die uns begegneten. Davon dieses direkt auf der Straße. Wenn sie dann wieder im Gelände sind kann man sie kaum noch erkennen. Ihre Tarnung ist fast perfekt.

Der geplante Zwischenstopp in Port Augusta verläuft anders als wir uns das vorgestellt hatten. Anstatt gemütlich in einem Restaurant zu sitzen verbringen wir den Abend, Petra im Krankenhaus und Wolfgang  davor bei den Motorrädern sitzend. Die Mücken  in Coober Pedy ( zur Erinnerung: Milky Way Fotos ) hatten sich nämlich weder durch die Motorradhosen noch durch unsere „tollen Hüte mit integriertem Mückennetz “  davon abhalten lassen uns mächtig zu stechen. Wolfgang hatte nur eine dick geschwollene rechte Hand, die er zum Fotografieren nicht schützen konnte. Aber bei Petra waren es ungleich mehr Stiche, vor allem aber an der Stirn und den Augen. So war das eine Auge völlig zu geschwollen. Ein Apotheker und ein zufällig in der Apotheke anwesender Polizist meinten, wir sollten unbedingt das Krankenhaus aufsuchen. Wenn die Schwellung nicht zurück gehen sollte oder gar stärker würde wäre Schluss mit Motorradfahren. Das haben wir dann ja auch besucht. Um überhaupt zu einem Arzt vorgelassen zu werden musste Petra erst einmal 245 australische Dollar bezahlen. Egal, der Arzt war wohl sehr freundlich und vor allem kompetent. Er hat geholfen und jetzt ist schon wieder alles gut. Es geht weiter nach Adelaide. Wir haben beschlossen auf eine Stadtbesichtigung in Adelaide zu verzichten. Stattdessen fahren wir zum örtlichen BMW Händler. Wolfgangs Motorrad braucht dringend einen neuen Hinterreifen. Seit gut 1000 Kilometern hat der Reifen keinerlei Profil mehr. Zuerst wollten wir damit bis Melbourne durchfahren. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass es im Süden auch mal regnet, ist nicht so gering. Also lieber schon jetzt einen neuen Reifen aufziehen lassen. Wer hätte nach so langer Zeit freiem Fahren, ohne Ampeln und ohne Stau damit gerechnet das wir uns 2,5 Stunden in Adelaide von einem Stau zum anderen quälen müssen. Aber auch das geht vorbei und die Anfahrt nach Kangaroo Island entschädigt für alles.

Kurvenreich geht es durch wunderschöne Landschaften zum Fähranleger in Cape Jervis. Noch am Abend setzen wir nach Kangaroo Island über.

Es ist Montagmorgen und wir starten einen Besuch in „Seal Beach“, um Seelöwen zu sehen. Dies geht nur mit einer von einem Ranger geführten Tour. Bei uns war es eine „Rangerin“. Irgendwie geht in Australien fast alles nur mit strengen Regeln. Da gibt es auch kein „Fünfe gerade sein lassen“. In dieser Hinsicht übertreffen sie sogar uns „Deutsche“ bei weitem. Auch können Ordnungsgelder oder Strafen drakonisch hoch sein. So machte die Strafe von 40 Tausend australischen Dollar Schlagzeilen, die eine Frau zahlen musste, die verbotener Weise Dingos gefüttert hatte. Man kann darüber denken wie man will, wir sind da auch immer ein wenig hin und hergerissen. Aber wenn man dann sieht, dass ein erwachsener junger Mann  Kängurus füttern will, um ein paar „gute“ Aufnahmen mit dem Handy!! zu machen und als das nicht klappt  offensichtlich verärgert die Jagd auf die Kängurus beginnt, versteht man zumindest die strengen Schutzmaßnahmen.  Zurück zu unseren Seelöwen, wir genießen den Ausflug aus  vollen Zügen. Sie sind herrlich anzusehen.

Weiter geht’s zum Cape Couedic. Wolfgang wartet schon seit zwei Jahren darauf an diesem Leuchtturm zu stehen.

Ist er doch im selben Jahr gebaut worden, in dem auch sein geliebter BVB – Dortmund gegründet wurde.

 

Der Leuchtturm wird ausgerechnet gerade restauriert und irgend wie passt das zur derzeitigen Verfassung seiner geliebten Borussia. ( gegen Leipzig verloren und in der CL so gut wie raus ). Aber der Leuchtturm steht schon lange und nach den nötigen Arbeiten wird er in alter Pracht erscheinen. Wir nehmen das mal als gutes Omen. Nur wenige Meter vom Leuchtturm entfernt liegt Admirals Arch eine „Nature Bridge“

in dessen unmittelbaren Umgebung sich viele Seerobben tummeln.

Den Abend lassen wir auf unserem Campground  gemütlich bei einem Bier und Apfelschorle ausklingen. Dabei leistet uns dieses Känguru Gesellschaft.

Es ist Mittwochvormittag und wir haben beschlossen, heute nicht zu den Remarkable Rocks zu fahren. Sie sind das wohl berühmteste Wahrzeichen Kangaroo Islands. Aber wir vermuten, sie sind morgen auch noch da. Vielmehr lassen wir heute mal die Seele baumeln. Langweilig wird es direkt vor unserer Hütte auch nicht. Dieser „Rabe“ war schneller als wir.

Die Namensgeber dieser Insel sind überall.

Der dicke Ast vor unseren Motorrädern ist heute Nacht beim Sturm abgebrochen und hat die Bikes nur knapp verfehlt.

Glück gehabt!

 

 

 

„Auf Wiedersehen Alice“. Auf zum Kings Canon, Uluru und den Kata Tjutas

Es war ein wunderschöner BBQ-Abend bei John, Susi und Elenore und  „Granny“.  Wir hatten viel Spaß. John organisiert im Outback  tolle Abenteuertouren.

Man kann mit dem eigenen Geländewagen die  abenteuerlichsten Strecken fahren. So organisierte er mit Marvin zusammen auch schon die Land Rover Experience Tour 2015.  Wir verabreden uns  spontan für eine Tour in die Simpson Desert für 2019 oder 2020. Mal schauen, es wäre toll, wenn das klappen würde. Nun ist es Zeit, Abschied von dieser schönen Gegend und diesen wunderbaren Menschen zu nehmen. Am Sonntagmorgen werden wir von Susi abgeholt.

Wir packen die Motorräder und nach einem herzlichen Abschied geht es wieder „On the Road“. Es ist ein gutes Gefühl wieder unterwegs zu sein. Wir fahren zum Kings Canon. Es ist der größte Canon in Australien und sicherlich auch der schönste. Auf dem Zeltplatz angekommen, machen wir noch einen kleinen Spaziergang durch den Busch. Ausgerüstet mit unseren Stirnlampen wandern wir durch die Dunkelheit. Wie hoffen natürlich Tiere zu entdecken und wir haben Glück. Wir sehen unseren ersten Dingo ( das Bild ist mit 12000 ISO aufgenommen ist nicht von guter Qulität aber für uns eine tolle Erinnerung )

und endlich auch die erste Schlange

und diese Spinne .

Ob sie giftig sind, wissen wir nicht, aber spannend war es trotzdem. Am Montag geht es wieder einmal um fünf Uhr los. Wir fahren ca. 10 km mit den Motorrädern zum Ausgangspunkt unserer Wanderung, dem „Rim-Walk“, eine 6,5 km lange Strecke, die es in sich hat. Zunächst geht es steil bergauf, so ca. 300m.

Dann ist der komplette Weg eigentlich ausschließlich ein rauf und runter klettern von Felsstufe zur Felsstufe. Aber wieder einmal wunderschön.

Wir lassen uns viel Zeit, nehmen jeden Winkel mit und machen eine längere Pause im „Garden Eden“, ein stilles ruhiges Wasserloch, mitten im Fels . Eine kleine Oase.

Hier sollen auch Warane leben. Wir haben allerdings keine gesehen. Wir lassen uns etwas zu viel Zeit. So geraten wir doch noch in die Mittagshitze, ca. 36 Grad und obwohl es nur noch 2 km bis zum Endpunkt der Wanderung sind, kommen wir ganz schön ins schwitzen. Wir denken die Anstrengung ist vergleichbar mit einer Wanderung bei uns im „Bergischen“ von vielleicht 20 km, bei entsprechender Temperatur. Am Zielpunkt angekommen, wird erst mal mächtig an der Trinkwasserstelle getrunken. Wir hatten 3 Liter mit, viel zu wenig! Wir fahren zurück zum Campground und relaxen erst einmal. Abends geht es dann in die Bar und bei Busch-Live-Musik und ein paar Bier werden die Wunden geleckt.

Am anderen Morgen, wir machen uns auf zum Uluru und den Kata Tjuta`s. Ein Dingo läuft uns direkt vor die Motorräder. Schnell die Kamera aus dem Tankrucksack und ein paar Bilder geschossen.

Man sieht sie nicht oft die Dingos, eigentlich sind sie sehr scheu. Wir sind am Uluru. Für heute nur noch schnell ein paar Fotos gemacht und dann ab zum Abendbrot in die überdachte Campküche.

Es zieht ein Gewitter auf und die Nacht sollte es fast die ganze Zeit regnen. Stört uns aber nicht. Wir sitzen jetzt schon wieder in der Campküche beim Frühstück und es ist herrlicher Sonnenschein und das soll so bleiben. Dann sehen wir ja doch noch den Uluru bei Sonnenuntergang und mit uns gewiss noch ein paar hundert andere Touris.

Palm Valley

Gestern ca. 10.40 Uhr, wir sind zurück in Alice Springs Airport.  Hier holen wir unseren Mietwagen ab. Mit dem 4WD SUV fahren wir direkt los zum Palm Valley. Die Anfahrt über mehr als 120 km Asphalt  führt durch eine herrliche Landschaft.

Wir fühlen uns super. Der Trubel in Cairns war am Ende doch nicht so ganz das Richtige für uns. Aber wir denken, dass es dazu gehört, auch diese Seite Australiens kennen zu lernen. Aber unser Ding ist eindeutig mehr, das Outback mit seiner faszinierenden Natur und auch mit diesen tollen Menschen. Die letzten 25 Kilometer zum Palm Valley sind Offroad und die haben es in sich. Der Wagen wird schon ganz schön strapaziert.

Die meisten Vermieter erlauben daher die Fahrt auf dieser Strecke auch nicht . Nach längerem Suchen hatten wir aber doch einen Anbieter gefunden. Im Palm Valley angekommen entschließen wir uns zu einer kleinen Wanderung. Die Wanderung durch diese „Oase“ mitten im lebensfeindlichen australischen Outback ist überwältigend schön.

Auf unserer Liste der schönsten Erlebnisse steht sie gewiss weit oben. Heute Morgen haben wir dann kurz die historische Telegrafenstation besucht.

 

Hier entspringt auch die „Alice“. Jetzt wird noch ein wenig „gebloggt“, ausgeruht, eingekauft und um sechs Uhr holt uns John zum BBQ ab. Wir sind schon ein wenig gespannt. Wir haben noch den Stützpunkt des „RFDS“ Royal Flying  Doctor Service besucht. Ist schon beachtlich, welcher Aufwand hier in der Mitte Australiens betrieben werden muss um eine ärztliche Nothilfe und medizinische Versorgung abzusichern. Wir selbst sind Zeuge eines Unfalls geworden. In dem Fall waren es aber wohl nur „Leichtverletzte“. Ein Landcruiser hatte sich samt Wohnanhänger überschlagen. Der Rettungswagen kam uns ca. 125 km  !!!  nach der Unfallstelle entgegen. Der RFDS fliegt nur in äußersten Notfällen oder grundsätzlich zur allgemeinen Gesundheitsfürsorge Einsätze. Auf dem Rückweg sind wir noch kurz im „Monte’s“ eingekehrt. Die Bilder sind Marvin gewidmet, der, so erzählte er, das „Monte’s“wohl gut kennt.

 

 

 

 

 

 

 

Abschied von Cairns

Der letzte Tag in Cairns ist angebrochen. Mit einem Helikopterflug über den Regenwald

 

und das Great Barrier Reef

mit kurzer Landung auf einer kleinen Sandbank mitten im Reef

endet unser selbst geplantes Besichtigungsprogramm. Wir essen ein Eis, schlendern ein wenig an der Uferpromenade entlang und freuen uns schon auf Alice und unsere Motorräder. Ein kleines Seafood Restaurant

in der direkten Nachbarschaft zu unserem Hotel

wirkt sehr sympathisch und wir kehren ein. Alles frisch aus dem Meer und von bester Qualität. Wir lassen es uns schmecken.

Great Barrier Reef eine sterbende Schönheit

Als wir vor ca. einem Jahr die Idee hatten das Great Barrier Reef zu besuchen waren nur ca. 8-11 Prozent der Korallenbestände im Bereich Cairns von der sogenannten Korallenbleiche betroffen. Jetzt sind es bis zu ca. 97 Prozent, das Reef ist praktisch tot. Wir waren durch diverse Artikel darauf eingestellt, aber es ist doch schon schwer zu verdauen und ein trauriger Anblick. Allerdings, es gibt sie noch, die schönen Stellen im Korallen Reef, auch hat sich das Reef immer wieder von der Korallenbleiche erholt. Es mehren sich aber die Stimmen derjenigen, die befürchten, dass sich das Reef nicht mehr erholen wird. Die australische Regierung hat jedenfalls erstmalig reagiert und nun doch einige Maßnahmen zur Rettung des Reef beschlossen. Wie dem auch sei, Petra hat einen kleinen Tauchgang gewagt und noch einige schöne Eindrücke mitgenommen. Unsere vorhergehende „Semi Submersible Tour“ war aber leider eine Fahrt über einen Korallenfriedhof. Wer sich auf eine solche Tour ins Reef begibt muss nicht nur ca. 60 km mit dem Schiff oder Hubschrauber anreisen, ihm muss auch gefallen, dass er alles andere als alleine ist.

Fazit: Wer wirklich als Taucher ernsthaft interessiert ist schöne Korallen zu sehen ist am Ningaloo Reef in Australien besser aufgehoben. Das Barrier Reef hat sicherlich seine Berechtigung als Weltnaturerbe verloren.

 

 

Stopover in Cairns

Wir sind in Alice Springs angekommen. Hier checken wir für eine Nacht im Aurora Hotel ein. Am nächsten Tag soll es mit dem Flieger nach Cairns gehen. Wir wollen uns den Regenwald und das Great Barrier Reef anschauen. Die Strecke ca. 5000 km hin und zurück wäre mit dem Motorrad sicherlich langweilig und eintönig geworden. So sind es nur ein paar Stunden Flugzeit. Aber zunächst sind wir noch in „Alice“ wie die Australier liebevoll ihre Stadt im roten Zentrum, nennen. Wir treffen uns gleich bei John. Er wohnt nur ein paar Kilometer außerhalb des Zentrums von Alice Springs. Hier stellen wir die Motoräder während wir in Cairns sind ab. Er selbst fährt auch eine R 1200 GS. Der Empfang bei John und seiner Familie ist überaus herzlich. Es ist alles total unkompliziert.

John bringt uns, nachdem die Motorräder gut untergebracht sind, netterweise auch noch zum Hotel zurück. Mit einem überwältigenden Gefühl über so viel Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft und einer Einladung zum BBQ im Gepäck, verbringen wir den Abend in bester Laune bei einem guten Essen in einem kleinen Restaurant in Alice. Wolfgang bestellt sich Kängurufilet. Na ja die vielen toten Kängurus am Straßenrand taten einem ja schon leid, aber Kängurufilet schmeckt auch nicht schlecht. Das Leben besteht halt aus Widersprüchen. Der Flug nach Cairns startet erst am Nachmittag vom Alice Springs Airport. By the way: Einer der nettesten und gemütlichsten Airports die wir je gesehen haben.

Wir haben also noch genug  Zeit um an einem Outback – Ballonflug teilzunehmen. Für uns eine Premiere. Am Morgen um 5.45 Uhr werden wir am Hotel abgeholt. Unterwegs werden noch ein paar Unterkünfte abgeklappert, um weitere Teilnehmer abzuholen und es werden immer mehr. Langsam kommt die Befürchtung auf, dass das Ganze  recht unromantisch ablaufen könnte. Aber alles ok! Wir starten mit zwei Ballons mit je 24 Personen. Der tollen Atmosphäre tut das aber keinerlei Abbruch und wir erleben einen wunderbaren Morgen über dem roten Herz Australiens. Das Aufrichten des Ballons im Halbdunklen war schon sehenswert.

Der Flug, ich glaube es heißt korrekt die Fahrt, war einfach nur schön.

 

Nach der Ballonfahrt wird alles zusammengepackt und wir sind um ein schönes Erlebnis reicher.

Dann noch ein kleines Sektfrühstück und es geht wieder zurück nach Alice.

Wie schon erwähnt starten wir am Abend nach Cairns,

Wo wir in unserem Hotel wieder einmal mehr, überaus freundlich empfangen werden. Wir haben eine schöne Aussicht von unserem Balkon auf den Hafen.

Es ist schön mal wieder in einem richtigen Bett zu schlafen, auch die Toilette ist herrlich bequem zu erreichen, muss man doch nicht erst aus dem Zelt kriechen und dann mit Taschenlampe bewaffnet die Toilette im Busch oder wo auch immer suchen. Eine Tatsache die besonders Wolfgang freut, nicht nur weil er ein Mann über fünfzig ist sondern weil ja im Moment auch die Rippe eine nervige Rolle spielt. Trotzdem, wir sind uns einig, so schön hier auch alles ist, wir fühlen uns im Outback und unserem Schlafzimmer mit Sternenblick noch viel wohler und wollten keine Nacht vermissen. Wir genießen eben beides und jetzt ist erst einmal Komfort angesagt. Gestern sind wir mit einer historischen Eisenbahn nach Kuranda, einer kleinen Stadt im Regenwald gefahren. Eine kurzweilige Angelegenheit,

 

 

auch wenn das Städtchen nur aus Souvenirgeschäften und Restaurants besteht und wenig attraktiv ist.

So entschädigt dafür die Rückfahrt mit dem „Skyrail“. Dieser „Skyrail“ eine Seilbahn die sich 7,5 km über den Regenwald spannt und tolle Ausblicke liefert, sozusagen am laufenden Band.

Ein schönes Erlebnis. Es ist später Nachmittag bis wir wieder im Hotel sind. Hier sitzen wir nun und schreiben mal wieder ein wenig in unserem Blog.

 

 

 

Über den KakaduNP ins „rote Herz“ Australiens

Natürlich haben wir sie uns noch angesehen. Die Felsmalereien  am Ubir Rock im KakaduNP, die als die schönsten Felsmalereien der Welt gelten.

Und tatsächlich, sie sind sehr eindrucksvoll. Nicht zuletzt auch durch die wunderschöne Landschaft, die sich die damaligen Künstler als Kulisse für ihre Werke ausgesucht hatten.

Es ist noch sehr heiß. Heute hatten wir erstmalig 42 Grad im Schatten auf unserer Temperaturanzeige am Motorrad. Jeder Schritt in dieser wunderbaren Galerie fiel uns schwer.

Nicht nur uns, überall saßen Leute um auszuruhen, auch Junge. ( siehe Bild ) Es ist schwer zu vermitteln, aber man kann trinken so viel man will. Es ist die Hitze in Verbindung mit der hohen Luftfeuchtigkeit, die selbst den Einheimischen zu schaffen macht. Nachdem wir einen kurzen Stopp zum Kräfte sammeln in einer kleinen Buschbar eingelegt hatten, ging es zurück nach Jabiru zum Campingplatz. Nein das ist nicht der Campingplatz sondern das Crocodile Hotel in Jabiru.

Dort auf dem Campingplatz hatten wir vor der Anfahrt zum Ubir Rock  kurz eingecheckt. Das war auch notwendig, denn ab 17.00 Uhr ist hier alles dicht. Am anderen Morgen wurden wir um 5.45 zu einen Rundflug über den KakaduNP abgeholt. Man hat den Aboriginals zwar das Arnheim – Land zurück gegeben, so genannt nach der Stadt in den Niederlanden, aber die australische Regierung hat sich überall Schürfrechte vorbehalten. So sahen wir gleich zu Anfang des Rundfluges diese Uranmine.

Es hatte massive Auseinandersetzungen um diese und eine weitere Mine gegeben. Am Ende hat sich allerdings das wirtschaftliche Interesse der Regierung durchgesetzt. Der KakaduNP ist nicht zuletzt deshalb so schön weil er vielseitige Landschaftsformen vereint. Berge, Seen, riesige Feuchtgebiete und große durch die Flussauen mäandernde Flusssysteme zeichnen ihn aus.

Wir sind immer wieder begeistert. Deshalb entscheiden wir uns noch am gleichen Tag weiter zu fahren. Trotz der Hitze. Wir wollen am Abend an einer Bootsfahrt auf dem Yellow River teilnehmen.

Das Bild wird noch bearbeitet. Wenn man es vergrößert sieht man deutlich den gefangenen Fisch. Wir haben es natürlich noch als CR2 Datei vorliegen.

 

Petra hatte bis dato noch nie ein Wildschwein in freier Natur gesehen. Hier am Yellow River hatten wir gewiss nicht damit gerechnet!

Diese Kumpels gibt es hier allerdings am laufenden Band, in allen erdenklichen Größen zu sehen.

Den Wasserbüffel hatten wir auch nicht auf dem Plan. Liegt sicherlich auch daran, dass wir uns mit der hiesigen Fauna nicht gerade gut auskennen.

Pünktlich mit der untergehenden Sonne hatten sich diese Vögel auf den Weg gemacht.

Diese Bootsfahrten haben es uns angetan. Sie sind aus unserer Sicht wirklich die beste Möglichkeit die hiesige Tierwelt zu beobachten. Wir fanden die Tour so schön, dass wir uns kurz entschlossen für den anderen Morgen noch einmal angemeldet haben.

Diese Entscheidung mussten wir nicht bereuen. Wieder waren wir überwältigt. Es sieht alles so friedlich aus.

Aber das täuscht. Sie sind ständig auf Jagd.

Na gut fast ständig.

Die Krokodile haben uns natürlich am meisten beeindruckt. Aber auch die anderen Tiere und sogar die Pflanzen können echt begeistern.

In der Nacht wurden  wir dann noch von diesem kleinen Besucher geweckt.

Es sollte nicht die einzige Störung in dieser Nacht bleiben. Wolfgang hat sich im Geländebus, der uns an den Yellow River brachte, eine Rippe gebrochen. Der Fahrer war ein wenig zu schnell gestartet, so dass einige Passagiere durch den Bus  „purzelten“. Trotz  guter australischer Medikamente ist eine Light-Luftmatratze  in dieser Situation nicht die komfortabelste Unterlage für die Nacht. Am anderen Morgen dachten wir, dass unsere Fahrt erst einmal nicht weitergeht. Wolfgang hatte Probleme die Maschine zu halten. Aber er hat sich dann drauf gesetzt, Petra hat die Maschine  gerade gedrückt und los ging es. Wir verlassen den Norden. Die Schönheit der Natur hätten wir gerne noch weiter genossen, aber auf diese Hitze können wir verzichten. Wir machen uns auf den Weg ins rote Zentrum. Unterwegs treffen wir Ron und Bob aus Los Angeles. Sie cruisen auf ihren Harleys durchs Land.

Daly Waters heißt unser nächstes Ziel und das ist auch der Name der dortigen legendären Buschkneipe.

Hier hängen Visitenkarten aus aller Welt und in den verschiedensten Formen. Kleine Kärtchen wie man sie kennt werden ergänzt durch Schlüpfer und BH`s.

Wir bleiben für eine kurze Nacht. Aber für einen um so längeren Abend, an dem Wolfgang endlich mal wieder ein bis zwei „lecker Bierchen“ trinken kann.

Am anderen Morgen schließt der Chef persönlich die Zapfsäulen für den Durst unserer Bikes auf. Wirt bleibt halt Wirt, egal wer tankt.

Die Vögel hier haben in diesem Wasseranschluss auch eine Tankstelle gefunden.

Es geht weiter in das Herz Australiens. Wir besuchen die Devils Marbles. Oder auch Kaytetye, wie die Warumungu sagen würden. Für die einen sind es Steine des Teufels, für die anderen Eier einer Schlangengottheit. Für uns sind sie einfach schöne Granitsteine und manchmal sogar Kugeln.

 

Wir finden hier könnte man ein bisschen mit unserer neuen Taschenlampe spielen. Mit ein paar Farbvorsätzen haben wir diese Aufnahmen gemacht. Sie sind nicht mit irgendeinem Fotoprogramm bearbeitet.

Nach unser Fotospielerei wandern wir zurück zu unserem „Schlafzimmer“. Der Himmel und der starke Wind lassen nichts gutes Ahnen.

Noch bevor wir überlegen konnten ob wir besser unser „richtiges Zelt“ aufbauen sollten, begann es zu regnen. Blitzschnell zogen wir die vier Heringe  heraus und brachten das komplette Schlafzimmer mit Schlafsack usw. zu einer überdachten Sitzgruppe. Das Gewitter war nur von kurzer Dauer. Wir bauten trotzdem unser Zelt auf und das war auch gut so. Denn es kam ein gewaltiger Sturm auf. Es fiel kein Tropfen Regen mehr in dieser Nacht, auch waren alle Sachen in wenigen Minuten wieder trocken. Allein der mittlerweile starke Wind hatte alles in kürzester Zeit trocken geblasen. Dazu kam die immer noch recht hohe Temperatur. Immerhin hatten wir noch 32 Grad. Am anderen Morgen, nach eine stürmischen, unruhigen Nacht verließen wir unser Zelt bei einer Temperatur von 17 Grad und strahlendem Sonnenschein. Der Temperatursturz war mächtig. Erstmals in diesem Urlaub haben wir ein wenig gefröstelt. Die anschließende Fahrt nach Alice Spring war auf Grund der mittlerweile ca. 22-24 Grad Wärme total angenehm.

Hier ist doch ein schöner „Arbeitsplatz“. Oder?

Wir sind in Cairns. Genauer gesagt im Shangri-La Hotel. Aber darüber später mehr.

 

 

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